Careworking
Sorge, Arbeit und Gesellschaft
Careworking verbindet Fürsorge und Arbeit. Gemeint ist nicht nur professionelle Pflege, sondern die gesellschaftliche Organisation von Sorge: In Familien, im Beruf, in Institutionen und im Wohlfahrtsstaat. Wie wird Care gesellschaftlich organisiert? Wer trägt die Verantwortung? Welche Formen von Arbeit bleiben unsichtbar? Und was verändert sich, wenn Pflege zunehmend professionalisiert, rationalisiert und ökonomisiert wird? Um diese Fragen zu verstehen, führt der Weg von den klassischen Gesellschaftstheorien bis zur Spätmoderne.
Carearbeit bei Karl Marx
Karl Marx wird oft vorgeworfen, die Reproduktionsarbeit (Carearbeit) als "Nebenwiderspruch" gar nicht als Arbeit berücksichtigt zu haben. Dieser Vorwurf ist falsch, denn Karl Marx hat sich nicht direkt zur Care-Arbeit geäußert, jedoch lassen sich aus seinen Theorien Rückschlüsse ziehen, um die Thematik zu beleuchten. Bei Marx beginnen die Gesellschaftstheorien und gehen weiter zu:
Karl Marx Arbeit und Reproduktion -> Max Weber Beruf, Rationalisierung -> Emile Durkheim Arbeitsteilung u. Solidarität -> Pierre Bourdieu Klasse, Habitus u. Anerkennung -> Niklas Luhmann System, Organisation u. Pflege -> Andreas Reckwitz Singularität u. Spätmoderne -> Carearbeit - feministische u. neuere Theorien -> Pflegeregime - wie Gesellschaften Pflege organisieren
Hier
geht es zur Historie der Carearbeit
Hier geht es zur Pflege in der Spätmoderne
Buchkritik
Oliver Nachtwey und Nicole Mayer-Ahuja (Hg.:) Verkannte Leistungsträger:innen (Suhrkamp: 2021)

Kim Lien
Kim LIen arbeitet an sechs Tagen jeweils sieben Stunden bei einer Sushi Company in der Dresdner City. In Ho Chi Minh Stadt hat sie Literatur studiert und viele Jahre im Hotelmanagement und als Freelancer für Versicherungen gearbeitet.
Max
Max hat sich 2019 mit 52 nochmal auf eine Schulbank gesetzt und die dreijährige examinierte Ausbildung zum Altenpfleger absolviert. In den 1980ern schloss er seine Lehre als Feinoptiker ab, arbeitete bei Carl Zeiss und wechselte schließlich zur Dresdner Bezirksfilmdirektion, wo er in der Abteilung Statistik/Ökonomie, in der Öffentlichkeitsarbeit für Kinos im Dresdner Süden, dann für den Landfilm in der Stadt und schließlich für ein kleines Kino verantwortlich war. Nach der Wende holte er auf dem Abendgymnasium das Abitur nach und studierte anschließend an der TU Dresden Kommunikationswissenschaft, Philosophie und Neuere/ Neueste Geschichte und schloss dieses als Magister Artium ab. Viele Jahre arbeitete er in dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und der neuen Medien.
Sora
Sora besucht die Oberschule und möchte später im Hotel- und Restaurantmanagement arbeiten.
